Geschichtliches

GESCHICHTLICHER ABRISS DES NEUSORGER KIRCHENCHORES

Die ersten Gehversuche des Neusorger Kirchenchores liegen bereits im Jahr 1911. Hier nimmt man zum ersten Mal Notiz von ersten bescheidenen musikalischen Anfängen. Wie es zu dieser Zeit üblich war, wurde der Chor  jeweils von den Lehrern der Schule geleitet.

Der Begriff "Kirchenchor" tritt allerdings erst viel später, nämlich im Jahr 1930 auf. Damals übte das Amt des Chorleiters und Organisten Hauptlehrer Ziegler aus. Ziegler war bis zum Kriegsende 1945 tätig.

In diesem Jahr aber sollte für den Kirchenchor Neusorg eine ganz entscheidende, wenn nicht sogar die wichtigste Ära folgen. Und zwar war das die Ära des unvergessenen Schulrektors Sebastian Haindl. Sebastian Haindl legte die Grundlagen für unser heutiges Wirken. In 38 Jahren Amtszeit formte und prägte er den Chor ganz wesentlich. Dies zeigt sich vor allem in den vorliegenden Zahlen seiner Amtszeit: in den Jahren 1945 bis 1983  stellte er eine stolze Bilanz von 4000 Dirigaten, 380 Beerdigungen und 450 Hochzeiten auf. Zahlen, die für sich sprechen und die größten Respekt abverlangen.

Auf Sebastian Haindl folgte Lehrer Hans Pfreundtner, der in den Jahren 1983 bis 1994 sowohl den Dienst des Chorleiters als auch den des Organisten ausübte.

Im Anschluss daran folgte die 9jährige Amtszeit von Norbert Leeb. Er ist zwar kein Lehrer der örtlichen Schule, nahm sich aber trotzdem um den Chor an. Dies war zunächst nur als "Übergangslösung" gedacht. Doch er entwickelte und prägte das heute vorhandene klangliche und organisatorische Format ganz entscheidend. In seiner Amtszeit wurden unter anderem das Literaturrepertoire enorm vergrößert, sämtliche Noten archiviert, gesammelt und neu geordnet.

Im November 2003 hat er die Leitung an seine damals 17jährige Tochter Eva-Maria Walther, geb. Leeb abgegeben. Sie führte den Chor bis Juli 2009 und ist seit September 2009 als Kirchenmusikerin in der Pfarrei "Mariae Verkündigung" Tegernheim tätig.

Die Leitung des Kirchenchores hatte bis Juli 2013  Julia Daubner inne. Sie wurde dabei bis Juli 2012 von ihrer Schwester Nina Daubner vor allem an der Orgel und am Klavier unterstützt. Beide absolvierten eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg und sind seit Oktober 2010 Studenten an der Universität Regensburg mit dem Studienfach "Lehramt Hauptschule mit Unterrichtsfach Musik". Julia leitete den Chor bis zum Juli 2013 und lebt nun in Regensburg.

Nach einer kurzen Pause übernahm Nina Daubner im November 2014 den Kirchenchor von ihrer Schwester. 2016 übergab Nina die Leitung wieder an Julia Daubner, um die Leitung des Kirchenchores in Ebnath zu übernehmen.

In all diesen Jahren mag sich zwar einiges an Klang, Organisation oder Musikalität verändert haben, aber eines blieb immer gleich: die Freude am gemeinsamen Singen! Denn:

Singe, Mensch, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
(Rabindranath Tagore)