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20.07.19

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SCHREIBEN VON PAPST FRANZISKUS
AN DAS PILGERNDE VOLK GOTTES IN DEUTSCHLAND

(erster Abschnitt und Schlusskapitel)

 

Liebe Brüder und Schwestern,

Die Betrachtung der Lesungen der österlichen Festzeit

aus der Apostelgeschichte hat mich bewegt,

euch diesen Brief zu schreiben.

In diesen Lesungen begegnen wir der allerersten apostolischen Gemeinde, die ganz von dem neuen Leben durchdrungen ist,

das der Heilige Geist geschenkt hat,

der gleichzeitig alle Umstände so gefügt hat,

dass daraus gute Anlässe zur Verkündigung geworden sind.

Die Jünger schienen damals alles verloren zu haben

und am ersten Tag der Woche, zwischen Bitterkeit und Traurigkeit,

hörten sie aus dem Munde einer Frau,

dass der Herr lebe.

Nichts und niemand konnte das Eindringen des Ostergeheimnisses

in ihr Leben aufhalten

und zugleich konnten die Jünger nicht begreifen,

was ihre Augen geschaut und ihre Hände berührt haben (vgl. 1 Joh 1,1).

 

Angesichts dessen und mit der Überzeugung,

dass der Herr «mit seiner Neuheit

immer unser Leben und unsere Gemeinschaft erneuern kann»,

möchte ich Euch nahe sein

und Eure Sorge um die Zukunft der Kirche in Deutschland teilen.

Wir sind uns alle bewusst,

dass wir nicht nur in einer Zeit der Veränderungen leben,

sondern vielmehr in einer Zeitenwende,

die neue und alte Fragen aufwirft,

angesichts derer eine Auseinandersetzung berechtigt und notwendig ist.

Die Sachlagen und Fragestellungen,

die ich mit Euren Hirten anlässlich des letzten Ad-limina-Besuches

(= alle fünf Jahre persönlich dem Papst besuchen

und dabei einen Bericht über den Zustand der jeweiligen Diözese geben)

besprechen konnte,

finden sicherlich weiterhin Resonanz in Euren Gemeinden.

Wie bei jener Gelegenheit, möchte ich euch meine Unterstützung anbieten, meine Nähe auf dem gemeinsamen Weg kundtun

und zur Suche nach einer freimütigen Antwort

auf die gegenwärtige Situation ermuntern.

 13. Liebe Brüder und Schwestern,

ich weiß um eure Standfestigkeit und mir ist bekannt,

was ihr für den Namen des Herrn durchgestanden

und erduldet habt;

ich weiß auch um eurem Wunsch und eurer Verlangen,

die erste Liebe in der Kirche

mit der Kraft des Geistes wiederzubeleben (vgl. Offb 2,1-5).

Dieser Geist, der das gebrochene Schilfrohr nicht zerbricht

und den glimmenden Docht nicht auslöscht (vgl. Jes 42,3),

nähre und belebe das Gute, das euer Volk auszeichnet,

 und lasse es erblühen!

Ich möchte euch zur Seite stehen

und euch begleiten in der Gewissheit,

dass, wenn der Herr uns für würdig hält, diese Stunde zu leben,

Er das nicht getan hat,

um uns angesichts der Herausforderungen zu beschämen oder zu lähmen. Vielmehr will er,

dass Sein Wort einmal mehr unser Herz herausfordert und entzündet,

wie Er es bei euren Vätern getan hat,

damit eure Söhne und Töchter Visionen

und eure Alten wieder prophetische Träume empfangen (vgl. Joel 3,1).

Seine Liebe «erlaubt uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen.

 Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu,

geben wir uns niemals geschlagen,

was auch immer geschehen mag.

Nichts soll stärker sein als sein Leben,

das uns vorantreibt!».
Und so bitte ich Euch, betet für mich!

Vatikan, den 29. Juni 2019

 

Franziskus

 
   
   
                                           
   

 

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