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15.12.18

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Maria ist Mutter der Glieder Christi

Der Urbeginn unserer Erlösung

liegt in dem unbegreiflichen Ratschluß des ewigen Vaters,

seinen eingeborenen Sohn uns als Menschen zu schenken.

In diesem göttlichen Gnadenentschluß ist aber auch mitgegeben

der von eben dieser Gnade angeregte

und ermöglichte freie Entschluß

jenes Menschenkindes, das auserwählt ward,

Mutter des Menschensohnes zu werden.

In dem freien Ja der Jungfrau Maria

ist quellhaft alles schon einbeschlossen,

was je im Lauf der Erlösungsgeschichte

an Gnade und Gottesliebe

sich in das Geschlecht des Adam ergießen wird.

Das Jawort der Jungfrau

ist in einem wahren Sinn der Anfang der Kirche.

Augustinus hat dies in einem berühmten Wort ausgesprochen:

„Wahrlich, Maria ist auch die Mutter der Christusglieder,

die wir selber sind.

Denn sie hat mitgewirkt in Liebe,

daß Glaubende in der Kirche geboren werden,

Glaubende, die da sind die Glieder jenes Hauptes,

dessen Mutter sie leiblich wurde"

Diese „liebende Mitwirkung" ist zunächst einmal ihr Jawort,

das den Einstrom der göttlichen Begnadigung

in das ganze Menschengeschlecht

durch die Menschwerdung Gottes ermöglicht hat.

Im jungfräulichen Schoß Marias beginnt also,

wie die Väter so oft sagen,

in Wahrheit die Existenz der Kirche:

durch die hochzeitliche Vereinigung von Gottheit und Menschheit

in der einen Person Christi

ist der weltgestaltende Heilsentschluß Gottes des Vaters

festgelegt und begonnen: alles, was nun folgt,

vom erlösenden Kreuz dieses

aus Maria für den Tod geborenen Menschenkindes

bis zur Vollendung in der herrlichen Wiederkunft des Gottmenschen, also die ganze Geschichte der Kirche,

ist Entfaltung des Geheimnisses,

das sich am Herzen Marias vollzog.

Es ist das eigentliche Mysterium der Kirche –

so wie es einmal in einem wundervollen Hymnus

des achten Jahrhunderts heißt:

„Das Mysterium der Kirche wollen wir besingen

in einem Hymnus auf Christus,

das Wort des Vaters,

den die mütterliche Frau geboren hat.

Groß nämlich ist das Mysterium, das Maria anvertraut ward."

Jenes „große Mysterium",

von dem Paulus in bezug auf die Kirche spricht.

beginnt schon in Marias Schoß.

Dieses Geheimnis der Kirche hat uns der heilige Papst Leo

in einer seiner Weihnachtspredigten verkündet:

„Indem wir die Menschwerdung unseres Erlösers anbeten,

feiern wir offenbar auch den Beginn unseres eigenen Lebens.

Ist doch die Zeugung Christi

der Ursprung des christlichen Volkes.

Der Geburtstag des Hauptes

ist zugleich der Geburtstag des Leibes.

Mag auch jeder einzelne von den Berufenen

seinen besonderen Stand haben,

mögen auch alle Kinder der Kirche

durch die Folge der Zeiten voneinander getrennt sein:

die Gesamtheit aller Gläubigen,

die aus dem Taufquell hervorgingen,

ist mit Christus in seiner Geburt geboren worden."

Weihnacht ist für die alte Kirche ein Fest der Kirche.

Hugo Rahner, (+ 1968), Aus dem Buch „Maria und die Kirche".

 

 
   
   
                                           
   

 

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