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20.07.18

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„Gaudete et exsultate“ =  „Freut euch und jubelt“,

APOSTOLISCHES SCHREIBEN
DES HEILIGEN VATERS PAPST FRANZISKUS

„Über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute“

am Fest des hl.Josef, am 19.März, veröffentlicht.

Der Papst spricht darin jede und jeden von uns ganz persönlich an.

 

Die Seligpreisungen:

»Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.«

(Nr.71) Das ist eine starke Aussage in einer Welt,

die seit Anbeginn ein Ort der Feindschaft ist,

wo überall gestritten wird, wo auf allen Seiten Hass herrscht,

wo wir ständig die anderen klassifizieren, nach ihren Ideen u.Gewohnheiten

bis hin zu ihrer Art zu sprechen oder sich anzuziehen.

Letztendlich ist es ein Reich des Stolzes und der Eitelkeit,

wo ein jeder glaubt, das Recht zu haben, sich über die anderen zu erheben. Obwohl es unmöglich erscheint,

schlägt Jesus dennoch einen anderen Stil vor: Sanftmut.

(Nr.72) Er sagte: »Lernt von mir; denn ich bin gütig u.von Herzen demütig;

und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele« (Mt 11,29).

Wenn wir hochmütig und stolz vor den anderen leben,

sind wir am Ende müde und erschöpft.

Wenn wir aber ihre Grenzen und Fehler mit Milde und Sanftmut sehen,

ohne uns für besser zu halten,

dann können wir ihnen zur Hand gehen und vermeiden,

unsere Energie in unnützen Klagen zu verschwenden.

Für die heilige Thérèse von Lisieux besteht

»die vollkommene Liebe darin […], die Fehler der anderen zu ertragen,

sich nicht über ihre Schwächen zu wundern«.

 

(Nr.74) Die Sanftmut ist ein anderer Ausdruck für die innere Armut dessen, der sein Vertrauen allein auf Gott setzt.

Es könnte jemand einwenden: „Wenn ich so sanftmütig bin,

werden sie denken, ich sei ein Dummkopf, ich sei blöd oder schwach.“

Lassen wir es zu, dass die anderen das denken.

Es ist besser, immer sanftmütig zu sein;

unsere größten Wünsche werden sich dann erfüllen:

Die Sanftmütigen »werden das Land erben«,

das heißt, in ihrem Leben werden sich die Verheißungen Gottes erfüllen. Denn gegen alle Umstände hoffen die Sanftmütigen auf den Herrn,

»die aber auf den Herrn hoffen, sie werden das Land besitzen

[…] ihre Lust haben an der Fülle des Friedens«.

Gleichzeitig vertraut der Herr auf sie:

 »Auf den blicke ich: auf den Armen und auf den,

der zerschlagenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort« (Jes 66,2). Mit demütiger Sanftmut reagieren, das ist Heiligkeit. Amen.

 

»Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.«

(Nr.75) Die Welt schlägt uns das Gegenteil vor:

Unterhaltung, Genuss, Zerstreuung, Vergnügen.

Eben das macht das Leben gut, so sagt sie uns.

Der weltlich Gesinnte beachtet es nicht,

er schaut weg, wenn es in der Familie

oder in seiner Umgebung Probleme durch Krankheit oder Leid gibt.

Die Welt will nicht trauern:

Sie zieht es vor, leidvolle Situationen zu verdecken oder zu verstecken.

Man verschwendet viel Energie darauf,

den Umständen zu entkommen, in denen das Leiden gegenwärtig ist,

und glaubt dabei, dass es möglich ist, die Wirklichkeit zu verschleiern,

in der nie, niemals, das Kreuz fehlen kann.

(Nr.76) Der Mensch, der die Dinge sieht, wie sie wirklich sind,

der sich vom Schmerz durchdringen lässt und in seinem Herzen weint,

ist fähig, die Tiefen des Lebens zu berühren

und wahrhaft glücklich zu sein.

Dieser Mensch wird getröstet,

aber mit dem Trost Jesu und nicht mit dem der Welt.

So kann er sich trauen, fremdes Leid zu teilen,

und hört auf, vor den schmerzvollen Situationen zu fliehen.

Auf diese Weise findet er, dass das Leben Sinn hat,

wenn man dem anderen in seinem Schmerz beisteht,

wenn man die fremde Angst versteht,

wenn man den anderen Erleichterung verschafft.

Dieser Mensch spürt, dass der andere Fleisch von seinem Fleisch ist;

er fürchtet sich nicht davor, sich zu nähern u.sogar seine Wunde zu berühren;

er hat solches Mitleid, das ihn erfahren lässt, dass alle Distanz verschwindet. So kann man die Ermahnung des heiligen Paulus annehmen:

»Weint mit den Weinenden!« (Röm 12,15).

Mit den anderen zu trauern wissen, das ist Heiligkeit.

 

 
   
   
                                           
   

 

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